Lesetipp: Die Kulturpolitik hier ist ein Desaster

Dresden — Schlagwörter:, , — Sebastian @ 22:51

Da ich gerade wirklich so gut wie keine Zeit habe, eigene Gedanken zu verfassen zum Thema Kulturpolitik in Dresden, Errichtungen von “Komptenzzentren für Kultur- und Kreativwirtschaft”, bei denen eine (!) Stelle im kompletten Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) Kreative beraten soll, will ich wenigstens den einen oder anderen Lesetipp hier veröffentlichen!

Das ist nichts, das ist alles verwaltetes, totes Geld. Wenn man sich die Kulturpolitik hier ansieht, ist das ein Desaster. Zusammen mit steigenden Mieten, einer mangelnden Sensibilität der kulturell Verantwortlichen und den üblichen Inkompetenzen wird klar: Berlin ist einfach interessanter.

sagt zum Beispiel Daniel Richter in einem Interview mit dem Abendblatt. Natürlich geht es nicht um Dresden sondern die andere Stadt an der Elbe! Aber: Den Satz könnte man hier ja bei Gelegenheit zitieren, oder?

Stadtfest Relaunch ohne 2.0

Allgemeines, Dresden, Marketing, Stadtmarketing — Schlagwörter:, , , , — Sebastian @ 09:21

“Das Stadtfest soll stilvoller werden” schreibt die Sächische Zeitung heute und gibt Einblicke in die neuen Pläne der Dresden Marketing GmbH.

Leider beschränken sich die Neuerungen nur auf eine Beteiligung der Semperoper, der Staatlichen Kunstsammlungen und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Wirklich innovative Projekte sind also kaum zu erwarten und eine Interaktion Stadt:Bürger findet ebenfalls nicht statt. Also kein Stadtfest2.0, dem die Bürger ihr Fest selber mitgestalten sondern ein etwas aufgepepptes Massenevent.

Eine Ausschreibung für einmalige geförderte Projekte (Installationen, Bühnen, Theater, Srassenkunst..) von Agenturen Künstlern, Initiativen, Vereinen (ähnlich wie beim Kirchentag) würde dem Stadtfest sicher mehr Stil geben.

Ich stelle mir das so vor, daß zum Beispiel die 50.000 Euro, die von der Stadt kommen auf fünf Projekte (z.B. Musik, Strassentheater, Kunst) verteilt werden und JEDER sich um diese Projektförderung bewerben kann. Mit 10.000 Euro als Basis kann man schon einiges machen, wenn es möglich ist, durch gleichzeitiges Betreiben eines Getränkestands EInnahmen zu erzielen. Auf diese Art und Weise würde vielleicht mal ein Techno-Event aus der Szene selbst inszeniert werden können, Lichtinstallationen oder ähnliches. Alles, nur kein Feuerwerk!

Aber immerhin schein ein Anfang gemacht für einen stetigen (und dringend notwendigen) Verbesserungsprozess.

Ich habe ja hier, bei banq.de und auf XING schon häufiger versucht, Anregungen zu sammeln und auch mal einen kleine Beitrag zum Thema gepostet. Elemente daraus können wir gemeinsam sicher optimieren, wenn Interesse besteht, allerdings sollten wir uns darauf beschränken, immer genau das Gegenteil zu beschreiben von dem, was wir erreichen wollen.

Eine der Forderungen, die ich am häufigsten gehört habe war “weniger Feuerwerke”! Lesen tu ich aber “Ein Höhepunkt wird das 12. Dampfschifffest werden. Flotten-Chef Sebastian Meyer-Stork verspricht dabei für den Sonnabend gegen 22.30Uhr ein beeindruckendes Feuerwerk.

Außerdem kam der Wunsch, am Stadtfest (z.B. im Wechselmodus) mehr Stadtteile (am Rande der Stadt) einzubeziehen. Lesen tu ich aber “In diesem Jahr gibt es 13 Stadtfest-Areale, etwas weniger als in den Jahren zuvor“.

Also, liebe Veranwortlichen, ich wünsche mir auf der Hauptbühne Wolfgang Petry und Michael Hirte, den Mann mit der Mundharmonika!

statt Marketing: Ideen für Dresden Teil 8: Deutschland ein Sommerplätzchen

Dresden, Stadtmarketing — Schlagwörter:, , , , — Sebastian @ 21:52

Teil 8 meiner “Stadtmarketing”-Kolumne mal nicht exklusiv vorab auf banq, da dort just in diesen Tagen eine wirklich lesenswerte, lustige Kolumne erschienen ist und die will ich nun wirklich nicht “verdrängen”; Die passt nämich auch zehnmal besser zu banq als diese hier.

However: Heute möchte ich endlich mal eine Idee ans Tageslicht bringen, die mir schon seit Jahren im Koppe rumgeht und die so – meines Wissens nach – auch noch nie umgesetzt wurde. Die Idee kam mir, als irgendwann vor langer Zeit irgendein Kultur- oder Bauminister der Stadt Dresden die Bevölkerung aufrief, sich Gedanken über eine Nutzung des “Festivalgeländes” am Ostragehege zu machen und ich am gleichen Tag folgendem Dialog beiwohnen durfte zwischen einem etwa 12jährigen Jungen und seinem Vater.

“Neee, die Tante Ursl, die wohnt nicht mehr in Berlin, die wohnt doch jetzt in Pforzheim” “Echt, das liegt bei Köln in der Nähe, oder?” “Ne, eher so bei Nürnberg”

Meine erste Reaktion: Autsch! Autsch! Und nochmal autsch! Da fragste Dich doch echt, was lernen die denn heute in Erdkunde (oder wie auch immer das heißen mag) heutzutage?

Meine zweite Reaktion: Hmmm, man könnte doch….unter Umständen…Also, wie wäre es denn, wenn man einen vielleicht Sportplatz großen Platz so gestalten (Pflastersteine) würde, daß man Deutschland locker in einer Stunde komplett zu Fuß durchwandern und kennen lernen könnte. Das bewaldete Deutschland durch Gräser dargestellt, Gebirge durch maßstabsgetreue Erhebungen, Flüsse und große Seen durch tatsächliche Wasserläufe. Städte über 50.00 Einwohner wären durch die Nutzung eines anderen Materials (glattes Pflaster statt Kopfsteinpflaster) markiert und erhielten jeweils eine im Boden eingelassene Infotafel, auf der man die wichtigsten Dinge über die Stadt lesen und lernen kann (natürlich nur von den Städten, die sich finanziell am Bau des Platzes beteiligt haben).

Schulklassen könnten hier Deutschland an einem Tag spielerisch kennen lernen (Die Aufgabe für die Deutschlandrallye des Tages lautet “Welche Gruppe hat zuerst ihr Fähnchen in Wuppertal, Pforzheim und Oldenburg (Oldenburg) aufgestellt und ein Boot im Steinhuder Meer zu Wasser gelassen) und Touristen – mit oder ohne Kind – würden eine einmalige Attraktion erleben können.

Ob und wie (teuer) so etwas wirklich maßstabsgetreu darzustellen ist weiß ich nicht, ich stelle es mir aber weitaus leichter (und preiswerter) vor als die Arbeit an klassischen Miniaturweltattraktionen mit seinen filigranen Details und zerbrechlichen Figuren. Hier geht es ja “nur” um einen Platz aus Pflastersteinen, Pflanzen und Wasser! Ein pädagogisches Sommerplätzchen halt.

Sollte sich unser meinen Lesern ein Landschafts-Architekt mit Zeit befinden, eine Visualisierung und Ideen zur (preiswerten) Umsetzung sind sehr willkommen. Meiner Laien-Meinung nach kann so etwas nicht wirklich so teuer sein wie fast alle anderen Attraktionen, die man sonst so kennt und Deutschlandweit wahrgenommen werden. Und das würde so ein Platz garantiert, alleine bei den vielen, vielen Erdkundelehrern, die in den Klausuren ihrer Schüler erfahren müssen, daß Kassel an der Elbe und Dortmund in Rheinland Pfalz liegt.

PS: Sagt mal, es gab doch auch mal Pläne für eine Art Miniaturwunderland mit einem nachgestellten barocken Dresden.. Ist das eigentlich noch in irgendeiner Form aktuell? Ich erinnere mich, daß damals extra eine GmbH oder ein Verein gegründet wurde mit Geschäftsführerin und allem pipapo… Ist aber nie wieder richtig aufgetaucht die Geschichte. Oder?

Farbmarketing, Fans und Finanzen: Schwarz-Gelb steht für Leidenschaft, die Leiden schafft

Dresden, Dynamo, FC St Pauli, Marketing, Privat — Sebastian @ 07:44

Was haben Borussia Dortmund, Alemannia Aachen und Dynamo Dresden gemeinsam?

Die gleichen Vereins-Farben (schwarz-gelb), sensationelle Fans und eine leidenschaftliche Stadion-Athmosphäre, die Du für kein Geld der Welt künstlich erzeugen kannst und….einen Pleitegeier als Haustier.

Es scheint jedenfalls so zu sein, daß die einmalige Fansituation auf die Verantwortlichen im Umfeld mehr Druck erzeugt als auf die Mannschaft. Jedenfalls weiß man in allen drei Städten mittlerweile ganz gut umzugehen mit Medienberichten, die Verein und Begriffe wie “Pleite, Insolvenz und Lizenzentzug” in einem Atemzug nennen.

Während der BVB nach seinen katastrophalen Börsenerfahrungen sich aber offenbar gerade etwas gefangen hat und auch sportlich wieder auf Erfolgskurs geht, mussten die beiden anderen Vereine in den letzten Wochen ihre Stadtoberen um Unterstützung bitten, um notwendige Lizenzen zu erhalten. Dynamo mit einem einmaligen Mietzuschuss (siehe auch hier) und Aachen mit einer Bürgschaft über 5,5 Millionen Euro.

Somit mein Tipp an Start-Up Unternehmer und Vereinsgründer: Wählet Eure Farben mit Bedacht! Wer Leidenschaft und Emotion säen will, der muss auch die Scheune bezahlen können!

Hier ein paar schwarz-gelbe Bilder:
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Dresden wacht (langsam) auf – Mediaserver der Stadt online – Social Media Benchmark gestartet

Hatte unser aller Drängen also Erfolg? Nachdem FDP Poliker Johannes Lohmeyer öffentlich massiv gedrängt hatte, Dresden müsse sich als Stadt besser im (sozialen) Netz präsentieren, um diesen Trend nicht zu verschlafen, dies auch Bestandteil meiner Kolumnen war (und bleiben wird) und der Presseclub neulich schon davon sprach, web2.0 sei nun in Dresden gelandet, trudelte heute morgen folgende Pressemitteilung der Landeshauptstadt ein, die Hoffnung macht, aber auch skeptisch…

Heute wurde der Mediaserver Dresden frei geschaltet, der unter Federführung der Dresden Marketing GmbH in Zusammenarbeit mit der Sandstein Neue Medien GmbH entwickelt worden ist. Unter www.mediaserver.dresden.de finden Journalisten, Akteure der Tourismusbranche wie Reisebüros, aber auch Partner aus allen anderen Bereichen oder Privatpersonen Text-, Bild-, Video- und Audiomaterial gleichermaßen wie Printprodukte oder Werbematerial zu Dresden. So kann ein Reiseveranstalter für seinen Katalog künftig online passende Dresden-Motive auswählen und kostenfrei herunterladen oder sich mittels der als Download hinterlegten Publikationen informieren.

Zurzeit arbeitet die Dachmarketingorganisation der Landeshauptstadt an einer Gesamtkonzeption für die Präsenz von Dresden im Social Web.
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ich geb auf- die wm hymne 2010 kommt aus dresden…aber sie ist nicht von mir

Dresden, Fußball, Musik — Sebastian @ 20:54

ich hatte ja (ohne mist jetzt) vor, in den nächsten 3 wochen eine wm hymne samt video zu ende zu produzieren, die als viraler oberknaller in die analen das jahres eingehen sollte…

kurz vor den studioaufnahmen muss ich leider aufgeben, denn egal was einem jetzt noch einfällt: außerirdische kuranyi-fans, komische elsen mit wellensittich, die vom dfb zensierte songs aufnehmen, die försterbrüder mit “deutschland, die axt im wald”….das hier ist nicht mehr zu toppen

herzlichen glückwunsch an die hammer wm hymne. aktuell hat dieses video genau 28 aufrufe. spätestens im august steht da was von 10 millionen. wartets ab! ich bin froh, daß das ding wenigstens aus dresden kommt. aber ich werd den kampf trotzdem aufnehmen. ich bin schließlich fan von dynamo dresden und fc st pauli, ich weiß, was es heißt, die tabelle von unten aus zu sehen!

wie schreibt man eigentlich den refrain?

aaaaahh haaaa haa haa haaaa

DRESDEN2.0 vs. #Dresden2025

Dresden, Social Media, Stadtmarketing — Sebastian @ 19:31

Ich mache es heute mal extrem kurz und zitiere aus den offiziellen Informationen für die heutige Veranstaltung zum Thema Dresden 2025:

7. Dresden ist 2025 eine Stadt mit sympathischer Bürokratie, in der die Verwaltung nicht herrschen, sondern dienen will.

Liebe Dresdnerinnen und Dresdner,
Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu den strategischen Zielen „Dresden 2025″ beteiligen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen nicht persönlich antworten können

Ich enthalte mich jeden Kommentars! Ich kann einfach nicht mehr vor Lachen. und wer meint, mir etwas dazu sagen zu müssen:

Bitte haben Sie Verständnis, dass ich Ihnen nicht persönlich antworten kann!

Vrienden van Dresden

Verrückte Welt2.0

Heute erreichte mich eine E-Mail aus Nijmegen und sorgte neben dem herrlichen Sonnenschein draußen für angenehme Erheiterung! Nicht nur meine Cousine Vivika und meine ehemaliger Millerntorcompadre Ulf wohnen nämlich in diesem schönen holländischen Städtchen sondern auch eine kleine Gruppe überzeugter Dresdenfans. Nicht Dynamofans – wovon es ja weltweit welche gibt – sondern tatsächlich Freunde der Stadt!
Die Vrienden van Dresden betreiben ein abwechslungsreiches kleines Blog (ich lasse gerade einige Artikel von meiner Schwester übersetzen) und wollen “die (in den Niederlanden) eher unbekannten Seiten von Dresden beleuchten”, was ich natürlich total genial finde!

Noch genialer finde ich (räusper, räusper), daß sie meine “statt Marketing” Kolumnen auf banq entdeckt haben, welche ihnen so gut gefallen, daß sie sie in ihrem Blog vorstellen wollen :-)

Das Blog erscheint übrigens auf der Website der Tageszeitung de Volkskrant, die auf eine sehr bewegte Geschichte zurückblickt. Früher katholisch konservatives Tagesblatt ist die Zeitung heute das Sprachrohr junger, progressiver Niederländer. Bereits seit 2005 können Leser (wie die Vrienden van Dresden) dort ihre Blogs veröffentlichen! Ob der Sächsische Zeitung mehr Onlinekompetenz nachgesagt würde, wenn z.B. Stadtteilblogs, Presseclubblog oder ähnliches dort angegliedert wären? Müßig drüber nachzudenken…

Ich frage mich gerade, ob ich wohl den Kultur Aktiv eV davon überzeugen kann, daß auch und gerade solch eine “virtuelle Gemeinde” einen tollen Partner zur BRN abgeben würde im Rahmen des geplanten Projekts zur BRN 2010? Dann könnte man die Vrienden van Dresden einladen, bei uns im BRN MUSEUM eine kleine Botschaft zu errichten und interessierten Besuchern etwas über Nijmegen zu erzählen und gleichzeitig etwas über Dresden zu lernen!

Warten wir doch mal, ob sich hier nicht eine gute kameraadschap entwickelt……

PS: Gerade kam noch eine Antwort auf meine E-Mail Rückfragen:

Wir sind eine kleine Truppe Personen verschiedener Provenienz. Unser Blog ist relativ neu und steht noch in den Kinderschuhen. Es ist nicht einfach die richtigen Leute zu finden, die beitragen können und wollen.

Wir wollen wirklich hauptsächlich das ‘andere Dresden’ zeigen, wenn wir auch die Highlights nicht auslassen können, damit wir auch gelesen werden.

Vielleicht kennen Sie diese(n) oder jene(n), der/die bereit wäre in kurzen Beiträgen seine/ihre Ansichten zu Ereignissen in Dresden zu formulieren, ohne Geschrei.

Die BRN ist uns natürlich ein Begriff. Wir lassen uns gerne einladen, aber für dieses Jahr ist das nicht mehr drin.

Harbig-Stadion #1 – Wer ist hier eigentlich der Böse?

Dresden, Dynamo, Fußball — Sebastian @ 22:15

Liebe Kritiker, die Sie sich zur Zeit gar nicht mehr halten können, wenn es auf die Themen DYNAMO und RUDOLF HARBIG STADION kommt und die Sie partourt nicht davon ablassen wollen, von mutwilliger Verschwendung von Steuergeldern zu reden, da die Stadt Dresden den Verein finanziell dabei unterstützt, seine Stadionmiete zu bezahlen.

Wohlgemerkt – und das ist der Kern: Es geht hier nicht darum, daß Dynamo von dem Geld einen neuen Trainer verpflichten will oder ein Trainingszentrum in Dubai durchführen möchte! Es geht darum, daß man eine Spielstätte bezahlen kann, die so mehrheitlich vom Stadtrat gewollt wurde und die auf städtischem Grund und Boden steht!

Sie, liebe Kritiker, die Sie sich so vehement dafür einsetzen, daß das Geld doch viel besser bei Sportarenen aufgehoben sei, die ALLEN zu gute kämen, Sie möchte ich ein wenig erinnern an die Ausgangssituation!
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Oberbürgermeister2.0

Über Dresden im sozialen Netz und Oberbürgermeister auf Facebook!

Dresden2Null10: Die Diskussion darüber entbrandet, ob die Stadt (und deren Markteingstrategen) Internet (gar nicht erst zu reden von der “Version 2Punkt0″) verpennt haben, da weder Twitter noch Facebook noch sonst ein soziales Netzwerk für Tourismus- und/oder Stadtmarketing genutzt werden. Außer neuerdings Youtube. Aber die Chancen der hier gezeigten Filme, sich im (sozialen wie asozialen) Web zu verbreiten, die beschreibe ich ein anderes Mal. Jedenfalls: Bei der Diskussion bin ich natürlich immer mitten drin statt nur dabei.

Ich gebe zu, es bedurfte einer öffentlichen Schelte des FDP Kreisvorsitzenden Johannes Lohmeyer, um das Thema wirklich hoffähig zu machen. Wir “verrückten” aus der Halbwelt hätten wahrscheinlich noch 2 Jahre rumlästern können, ohne daß Presseclub & Co das Thema aufgegriffen hätten.

Heute ging es dann auch in der Dresden XING Gruppe mal wieder um das Thema und im speziellen auch um Facebook.

Und nachdem dort einige Plakathardliner (rein symbolisch) meinten, daß der Hype um die sozialen Netzwerke wie Facebook ja wohl vollkommen überbewertet werde, ist mir doch der “i really don´t like” button hochgegangen. Beziehungsweise runter!

Denn immerhin gibt es bereits eine Dresden Fanpage
(wer auch immer die ins Leben gerufen hat) und auf der finden sich heute dezente 10.600 Fans und…… das sind wirklich Fans!

Ich meine, man stelle sich das vor: 10.000 Fans, von denen fast 5% überschwenglich Kommentare und Fotos gepostet haben, obwohl von Seiten des Admins seit einem Jahr nichts wesentlichs mehr passiert ist. Kann einem als Marke etwas besseres passieren? Ich denke sofort an Applikationen zur Buchung von Hotels, News zu anstehenden großen Festivals, Meinungsforschung, Merchandiseverkauf und und und..

Also (natürlich) hat “Lohmy” recht: Trend verpennt! Denn natürlich ist es fraglich, ob man diese 10.000 dafür gewinnen kann, irgendwann noch einmal einer “offiziellen” Dresden Seite beizutreten (sollte es die jemals geben).

Aber es gibt ja auch Fälle, in denen Fansites vom Admin übertragen wurden (Danke an @hobbes84 für die nette Zuarbeit auf meine Twitterfrage) und ich frage mich, ob man sich nicht darum mal bemühen sollte. OK, vielleicht will der Seitenbetreiber haufenweise Kohle, dann läßt man es halt und startet neu. Aber am Ende ist er mit einem jährlichen Luxuswochenende in Dresden zufrieden? Die Bloggergemeinde jedenfalls mag solche Deals bestimmt, PR-technisch kann es schlechtere Geschäfte geben :-)

Ich für meinen teil hatte direkt heute Nachmittag die “Vision” der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz auf Facebook, die dort mit ihrem Charme wahrscheinlich sogar tatsächlich in der Lage wäre, sich vom Seitenbetreiber zum Co-Admin einsetzen zu lassen. Der Gedanke gefiel mir nun wirklich gut und als PR-Mensch fiel mir auch sofort auf, daß ich auch von anderen Oberbürgermeistern auf Facebook auch noch nicht so viel gehört hatte und habe mal recherchiert.
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