Nominierungen zur Kulturmarke des Jahres 2010

Stadtmarketing — Sebastian @ 14:57

Kulturmarken® – Das Branchen-Portal für Kulturmarketing und Kultursponsoring der “Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH” hat die Nominierungen für den jährlichen Kulturmarkenaward bekannt gegeben.

Und wenn ich mir die nominierten so ansehe (Bayerische Theaterakademie, Kronberg Academy e.V. für den Preis „Kulturmarke des Jahres“, HipHop Academy Hamburg für “Trendmarke des Jahres”) scheint mir, dass wir vielleicht zügig darüber nachdenken sollten, die Scheune Akademie mal als Bewerberin ins Rennen zu schicken… Aber nächstes Jahr sind dann wahrscheinlich alle Akademien außen vor.

Für die Auszeichnung „Stadtmarke des Jahres“ nominierte die Jury übrigens zwei Ossis, die nicht Dresden sind:
Erfurt Tourismus & Marketing GmbH
Hameln Marketing und Tourismus GmbH
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Leipzig übrigens für das Lichtfest „Aufbruch Leipzig – 20 Jahre Friedliche Revolution und Einheit Europas

Dresden gehörte nich zu den Bewerberinnen.

Viel Erfolg und eine spannende Verleihung bei der Gala wünsche ich!

Dosenspringen

Stadtmarketing — Sebastian @ 11:51

“Ideen am Tag danach” Teil 288:

Am Ende hätte man bei der Planung und Gestaltung der Waldschlößchenbrücke Red Bull integrieren sollen! Die hätten doch bestimmt ein paar Millionen locker gemacht, um vor spektakulärer Kulisse (Schlösser am Elbhang) eine noch nie dagewesene Brücke für ihre Diving-Tour zu bauen, mit der man gleichzeitig auch noch die Dynamos hätte ärgern können..

oder auch nicht

Während in VillaDresda die Menschen noch mit Streetview kämpfen, wird in VillaIsland schon im Internet getanzt

Stadtmarketing — Schlagwörter:, , , , , — Sebastian @ 21:04

Hier im Blog geht´s ja ab und zu auch um Tourismuswerbung und Stadtmarketing (für Dresden). Vor Kurzem hat mich ein Firstclass Guerilla auf das unten stehende Video aus der eh sensationellen Kampagne Inspired by Iceland hingewiesen und ich bin einfach nur hin und weg und hin will ich da. Sofort.

Inspired by Iceland Video from Inspired By Iceland on Vimeo.

Über die Kampagne

Am 04. Juni waren Einwohner, Außenwirtschaftsrat, Tourismusverband und verschiedene Reiseunternehmen wie Icelandair eine Stunde lang online gegangen, um die neue Kampagne „Inspired By Iceland“ zu unterstützen. Während dieser Veranstaltung, die von der isländischen Regierung initiiert wurde, verschickten die Isländer Nachrichten an Freunde in der ganzen Welt, um zu erzählen, was sie an ihrem Land lieben, warum man Island besuchen sollte, wie die aktuelle Lage vor Ort wirklich aussieht und wie auch andere „Von Island inspiriert“ werden können.
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IG Kraftwerk Mitte träumt von kreativem Zentrum im Zentrum

Stadtmarketing — Schlagwörter:, , , , — Sebastian @ 16:32

Gut, dass es Blogger gibt!

Denn ohne funktionierenden Flurfunk imhttp://konzeptspeicher.de/wp-admin/post.php?action=edit&post=710&message=1 Netz würden wir wahrscheinlich nur in der Kneipe übertragende Gerüchte über Hintergründe zur IG Kraftwerk Mitte kennen und wüste Geschichten machten ihre Runde durch die Dresdner Thekenlandschaft.

“Die wollen da kostenlose Galerien”, “Da soll sowas mit Medien und Kultur hin” und solche Sätze flögen durch die Luft. Und beleidigte Leberwürste würden sich ausgeschlossen fühlen, da sie nicht von Beginn an eingeladen waren und …. ach war das manchmal ätzend früher… Wirklich , alles war bestimmt nicht besser!

So aber beliefert uns Peter mit Fakten und sogar einem Videointerview und überhaupt kann jetzt jeder seine Gedanken zu der Idee öffentlich beitragen.

Das will ich auch tun, auch wenn ich (aus Zeitgründen) hier an dieser Stelle mal nur ein, zwei kleine Dinge loswerden kann.

Kurze Statements

Ich stehe zu 100% hinter der Idee, das Kraftwerk Mitte auch als Zentrum für mittelständische Unternehmen aus der Kreativwirtschaft zu nutzen und sehe darin die einmalige Chance, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Nämlich zum einen eine räumliche Vernetzung der Kreativbranche (durch Ansiedlung und Konferenzräume) und (vor allem) die Aufwertung der Innenstadt!

Ich ware gerade auf meiner Dänemarkreise auch in Odense und habe dort ein Beispiel für eine sehr gelungene Umsetzung gesehen! Die “Brandts Kunsthallen” sind aus einer ehemaligen Textilfabrik (Brandts) im Zentrum entstanden und beherbergen Museen, Galerien, Büros, Kino, Shops, Gastronomie usw. und haben die Innenstadt laut Aussagen Beteiligter enorm aufgewertet. Mir hat die Athmosphäre dort unheimich gut gefallen. Man konnte eine lebendige, kreative Bewegung in der Luft spüren.

brandts_by_Simon Popma

brandts_by_Simon Popma

Vor ca. zwei Jahren habe ich ja selber mal im Zusammenhang mit den Plänen für das Kraftwerk Mitte (und auch dem Rundkino) viel Ärger, aber auch viel Zustimmung erfahren für das Antasten heiliger Kühe.. Mein Gedanke damals: Holt den Beatpol (Starclub) ins Zentrum. Der aktuelle Standort am Rande der Stadt wertet das umliegende Wohnviertel in meinen Augen nicht auf sondern eher ab (es handelt sich ja um einen Rockclub, kein Kultur- oder Stadtteilzentrum) und von der Lage profitieren ausschließlich Bautzner und Chemnitzer, die auf der A4 zum Konzert kommen und in der Regel direkt im Anschluss auch wieder fahren (Gegenwert für die Stadt Dresden also Null).

Ich dagegen – wahrlich kein Verächter guter Livekost – habe dagegen bestimmt bereits 25 Konzerte nur deshalb nicht gesehen, weil ich gerade kein Auto hatte und keine Lust, mit der Bahn ans Ende der Stadt zu fahren (Ich bin mit dem Regionalexpress ab Neustadt genauso schnell in Bautzen wir mit der DVB am Beatpol)

Auch hier würde die Stadt unwahrscheinlich progitieren. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Club mehr Zulauf hätte und somit noch (!) bessere Acts nach Dresden holen könnte. Auswärtige würden vor dem Konzert noch in die Stadt fahren zum Flanieren, Essen, Shoppen. Junge Dresdner würden nach dem Konzert noch auf ein Bierchen in der ansonsten ziemlich toten Innenstadt bleiben. Die Innenstadt würde noch interessanter für (Szene)Touristen und die Neustadt so auch weniger überlaufen an Wochenenden.

Ich bin jedenfalls mal sehr gespannt, wie es weitergeht und werde das Projekt sehr interessiert und wohlwollend verfolgen!

statt Marketing: Ideen für Dresden Teil 9: Die Bahnhofsmission

Stadtmarketing — Sebastian @ 21:30

Orr nöö, schon wieder einer, der was zum Thema Bahn bloggt. Ziemlich ausgelutscht das Thema, oder? Aber halt, warten Sie mal. Eigentlich geht die Geschichte zwar mit einer Verspätung los (und was für einer), aber – Überraschung – darum selber geht es gar nicht direkt. Aber lesen Sie selbst:

Bereits zwei Mal habe ich am Neustädter Bahnhof folgende Happy Hour Situation erlebt. Ich warte gespannt und frohen Mutes auf die Regionalbahn “Dresden : Görlitz” (also nicht gerade ein Fernzug, der bereits in 32 Bahnhäfen aufgehalten hätte werden können) und stehe pünktlich 5 Minuten vor Abfahrt (17:23 Uhr) am Gleis 3. Um 17:20 Uhr ertönt dann blechern die Dauerwellenstimme der automatichen Ansage und teilt mir mit, dass der Zug sich um vorraussichtlich 5 Minuten verzögert. Alles halb so wild! Bis dahin jedenfalls. Leider geht das Desaster erst los. Denn um 17:25 teilt man mir im selben Tonfall mit, dass sich der Zug vorraussichtlich um 10 Minuten verzögert. Um 17:30 Uhr leiert Maschina ihren Spruch herunter und bedauert, dass sich das Eintreffen des Zuges vorraussichtlich um 15 Minuten verzögert. Um 17:35 Uhr..naja ihr ahnt es! Kein Scheiss, das ist mein voller ernst – und ich habe Zeugen – beim ersten Mal (am 19.12.2009 bei Minus 12 Grad) fuhr der Zug 55 (!!!) Minuten später, aber der Ansagemodus (jeweils nur abgewandelt durch die Variable t+5 Min.) blieb bis zum Schluss der gleiche.

Es ist in dieser ganzen Stunde nicht einmal eine persönliche Stimme zu hören gewesen (oder ein Mitarbeiter auf dem Bahnsteig zu sehen) sondern immer nur Miss Maschina und ihre leicht holprigen Bausatzansagen. Frustrierender geht es nicht mehr! Erst recht nicht, wenn Deine zwei Kinder neben Dir nur noch heulen vor Kälte.

Wiederholungen mit Wiederholung

Als mir das Ganze HAARGENAUSO zum zweiten Mal passierte, da kam mir die Idee, dass die Einführung echter Bahnhofsansager alter Schule doch nicht nur ein netter Kundenservice wäre sondern auch ein hervorragendes Marketinginstrument. Wo gibt es das denn noch, dass da wirklich Menschen sitzen und einem freundlich und mit persönlicher Note wenigstens die wichtigsten Infos übermitteln.

Bis heute erinnert sich jeder, den ich aus meiner Heimat kenne, noch an den Ausrufer im Bahnhof Brake und dessen langezogenes “Braaake, hier Braaake”, gefolgt von einem mit scharfem Bleistift linalegerade unterstrichenen “Unterweser”.

Heute dagegen spricht scheinbar eine einzige Frau auf allen Bahnhöfen Deutschlands. Da weiß man doch gar nicht mehr, wo man eigentlich ist. Hamburg? Berlin? Stuttgart? Keine Ahnung. Die Dame spricht ja nicht mal ansatzweise Dialekt. Außerdem “stottert” die auch noch etwas. Die Ansagemaschinen der Bahn könnten wirklich mal zum Logopäden. Und zum Kommunikationscoach. Oder von mir aus auch einfach in Rente. Diese Stimme hier ist wahrscheinlich bekannter als die von Lena Meyer Landratsamt, oder?

Wie dem auch sei. Natürlich machen Maschinen weniger Fehler als Menschen und sind einen ganzen Latz günstiger. Aber Menschen merken dagegen (jedenfalls in der Regel), wenn es peinlich wird, sich zum 20. Mal zu wiederholen.
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Stadtfest Relaunch ohne 2.0

Allgemeines, Dresden, Marketing, Stadtmarketing — Schlagwörter:, , , , — Sebastian @ 09:21

“Das Stadtfest soll stilvoller werden” schreibt die Sächische Zeitung heute und gibt Einblicke in die neuen Pläne der Dresden Marketing GmbH.

Leider beschränken sich die Neuerungen nur auf eine Beteiligung der Semperoper, der Staatlichen Kunstsammlungen und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Wirklich innovative Projekte sind also kaum zu erwarten und eine Interaktion Stadt:Bürger findet ebenfalls nicht statt. Also kein Stadtfest2.0, dem die Bürger ihr Fest selber mitgestalten sondern ein etwas aufgepepptes Massenevent.

Eine Ausschreibung für einmalige geförderte Projekte (Installationen, Bühnen, Theater, Srassenkunst..) von Agenturen Künstlern, Initiativen, Vereinen (ähnlich wie beim Kirchentag) würde dem Stadtfest sicher mehr Stil geben.

Ich stelle mir das so vor, daß zum Beispiel die 50.000 Euro, die von der Stadt kommen auf fünf Projekte (z.B. Musik, Strassentheater, Kunst) verteilt werden und JEDER sich um diese Projektförderung bewerben kann. Mit 10.000 Euro als Basis kann man schon einiges machen, wenn es möglich ist, durch gleichzeitiges Betreiben eines Getränkestands EInnahmen zu erzielen. Auf diese Art und Weise würde vielleicht mal ein Techno-Event aus der Szene selbst inszeniert werden können, Lichtinstallationen oder ähnliches. Alles, nur kein Feuerwerk!

Aber immerhin schein ein Anfang gemacht für einen stetigen (und dringend notwendigen) Verbesserungsprozess.

Ich habe ja hier, bei banq.de und auf XING schon häufiger versucht, Anregungen zu sammeln und auch mal einen kleine Beitrag zum Thema gepostet. Elemente daraus können wir gemeinsam sicher optimieren, wenn Interesse besteht, allerdings sollten wir uns darauf beschränken, immer genau das Gegenteil zu beschreiben von dem, was wir erreichen wollen.

Eine der Forderungen, die ich am häufigsten gehört habe war “weniger Feuerwerke”! Lesen tu ich aber “Ein Höhepunkt wird das 12. Dampfschifffest werden. Flotten-Chef Sebastian Meyer-Stork verspricht dabei für den Sonnabend gegen 22.30Uhr ein beeindruckendes Feuerwerk.

Außerdem kam der Wunsch, am Stadtfest (z.B. im Wechselmodus) mehr Stadtteile (am Rande der Stadt) einzubeziehen. Lesen tu ich aber “In diesem Jahr gibt es 13 Stadtfest-Areale, etwas weniger als in den Jahren zuvor“.

Also, liebe Veranwortlichen, ich wünsche mir auf der Hauptbühne Wolfgang Petry und Michael Hirte, den Mann mit der Mundharmonika!

statt Marketing: Ideen für Dresden Teil 8: Deutschland ein Sommerplätzchen

Dresden, Stadtmarketing — Schlagwörter:, , , , — Sebastian @ 21:52

Teil 8 meiner “Stadtmarketing”-Kolumne mal nicht exklusiv vorab auf banq, da dort just in diesen Tagen eine wirklich lesenswerte, lustige Kolumne erschienen ist und die will ich nun wirklich nicht “verdrängen”; Die passt nämich auch zehnmal besser zu banq als diese hier.

However: Heute möchte ich endlich mal eine Idee ans Tageslicht bringen, die mir schon seit Jahren im Koppe rumgeht und die so – meines Wissens nach – auch noch nie umgesetzt wurde. Die Idee kam mir, als irgendwann vor langer Zeit irgendein Kultur- oder Bauminister der Stadt Dresden die Bevölkerung aufrief, sich Gedanken über eine Nutzung des “Festivalgeländes” am Ostragehege zu machen und ich am gleichen Tag folgendem Dialog beiwohnen durfte zwischen einem etwa 12jährigen Jungen und seinem Vater.

“Neee, die Tante Ursl, die wohnt nicht mehr in Berlin, die wohnt doch jetzt in Pforzheim” “Echt, das liegt bei Köln in der Nähe, oder?” “Ne, eher so bei Nürnberg”

Meine erste Reaktion: Autsch! Autsch! Und nochmal autsch! Da fragste Dich doch echt, was lernen die denn heute in Erdkunde (oder wie auch immer das heißen mag) heutzutage?

Meine zweite Reaktion: Hmmm, man könnte doch….unter Umständen…Also, wie wäre es denn, wenn man einen vielleicht Sportplatz großen Platz so gestalten (Pflastersteine) würde, daß man Deutschland locker in einer Stunde komplett zu Fuß durchwandern und kennen lernen könnte. Das bewaldete Deutschland durch Gräser dargestellt, Gebirge durch maßstabsgetreue Erhebungen, Flüsse und große Seen durch tatsächliche Wasserläufe. Städte über 50.00 Einwohner wären durch die Nutzung eines anderen Materials (glattes Pflaster statt Kopfsteinpflaster) markiert und erhielten jeweils eine im Boden eingelassene Infotafel, auf der man die wichtigsten Dinge über die Stadt lesen und lernen kann (natürlich nur von den Städten, die sich finanziell am Bau des Platzes beteiligt haben).

Schulklassen könnten hier Deutschland an einem Tag spielerisch kennen lernen (Die Aufgabe für die Deutschlandrallye des Tages lautet “Welche Gruppe hat zuerst ihr Fähnchen in Wuppertal, Pforzheim und Oldenburg (Oldenburg) aufgestellt und ein Boot im Steinhuder Meer zu Wasser gelassen) und Touristen – mit oder ohne Kind – würden eine einmalige Attraktion erleben können.

Ob und wie (teuer) so etwas wirklich maßstabsgetreu darzustellen ist weiß ich nicht, ich stelle es mir aber weitaus leichter (und preiswerter) vor als die Arbeit an klassischen Miniaturweltattraktionen mit seinen filigranen Details und zerbrechlichen Figuren. Hier geht es ja “nur” um einen Platz aus Pflastersteinen, Pflanzen und Wasser! Ein pädagogisches Sommerplätzchen halt.

Sollte sich unser meinen Lesern ein Landschafts-Architekt mit Zeit befinden, eine Visualisierung und Ideen zur (preiswerten) Umsetzung sind sehr willkommen. Meiner Laien-Meinung nach kann so etwas nicht wirklich so teuer sein wie fast alle anderen Attraktionen, die man sonst so kennt und Deutschlandweit wahrgenommen werden. Und das würde so ein Platz garantiert, alleine bei den vielen, vielen Erdkundelehrern, die in den Klausuren ihrer Schüler erfahren müssen, daß Kassel an der Elbe und Dortmund in Rheinland Pfalz liegt.

PS: Sagt mal, es gab doch auch mal Pläne für eine Art Miniaturwunderland mit einem nachgestellten barocken Dresden.. Ist das eigentlich noch in irgendeiner Form aktuell? Ich erinnere mich, daß damals extra eine GmbH oder ein Verein gegründet wurde mit Geschäftsführerin und allem pipapo… Ist aber nie wieder richtig aufgetaucht die Geschichte. Oder?

Dresden wacht (langsam) auf – Mediaserver der Stadt online – Social Media Benchmark gestartet

Hatte unser aller Drängen also Erfolg? Nachdem FDP Poliker Johannes Lohmeyer öffentlich massiv gedrängt hatte, Dresden müsse sich als Stadt besser im (sozialen) Netz präsentieren, um diesen Trend nicht zu verschlafen, dies auch Bestandteil meiner Kolumnen war (und bleiben wird) und der Presseclub neulich schon davon sprach, web2.0 sei nun in Dresden gelandet, trudelte heute morgen folgende Pressemitteilung der Landeshauptstadt ein, die Hoffnung macht, aber auch skeptisch…

Heute wurde der Mediaserver Dresden frei geschaltet, der unter Federführung der Dresden Marketing GmbH in Zusammenarbeit mit der Sandstein Neue Medien GmbH entwickelt worden ist. Unter www.mediaserver.dresden.de finden Journalisten, Akteure der Tourismusbranche wie Reisebüros, aber auch Partner aus allen anderen Bereichen oder Privatpersonen Text-, Bild-, Video- und Audiomaterial gleichermaßen wie Printprodukte oder Werbematerial zu Dresden. So kann ein Reiseveranstalter für seinen Katalog künftig online passende Dresden-Motive auswählen und kostenfrei herunterladen oder sich mittels der als Download hinterlegten Publikationen informieren.

Zurzeit arbeitet die Dachmarketingorganisation der Landeshauptstadt an einer Gesamtkonzeption für die Präsenz von Dresden im Social Web.
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DRESDEN2.0 vs. #Dresden2025

Dresden, Social Media, Stadtmarketing — Sebastian @ 19:31

Ich mache es heute mal extrem kurz und zitiere aus den offiziellen Informationen für die heutige Veranstaltung zum Thema Dresden 2025:

7. Dresden ist 2025 eine Stadt mit sympathischer Bürokratie, in der die Verwaltung nicht herrschen, sondern dienen will.

Liebe Dresdnerinnen und Dresdner,
Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu den strategischen Zielen „Dresden 2025″ beteiligen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen nicht persönlich antworten können

Ich enthalte mich jeden Kommentars! Ich kann einfach nicht mehr vor Lachen. und wer meint, mir etwas dazu sagen zu müssen:

Bitte haben Sie Verständnis, dass ich Ihnen nicht persönlich antworten kann!

Vrienden van Dresden

Verrückte Welt2.0

Heute erreichte mich eine E-Mail aus Nijmegen und sorgte neben dem herrlichen Sonnenschein draußen für angenehme Erheiterung! Nicht nur meine Cousine Vivika und meine ehemaliger Millerntorcompadre Ulf wohnen nämlich in diesem schönen holländischen Städtchen sondern auch eine kleine Gruppe überzeugter Dresdenfans. Nicht Dynamofans – wovon es ja weltweit welche gibt – sondern tatsächlich Freunde der Stadt!
Die Vrienden van Dresden betreiben ein abwechslungsreiches kleines Blog (ich lasse gerade einige Artikel von meiner Schwester übersetzen) und wollen “die (in den Niederlanden) eher unbekannten Seiten von Dresden beleuchten”, was ich natürlich total genial finde!

Noch genialer finde ich (räusper, räusper), daß sie meine “statt Marketing” Kolumnen auf banq entdeckt haben, welche ihnen so gut gefallen, daß sie sie in ihrem Blog vorstellen wollen :-)

Das Blog erscheint übrigens auf der Website der Tageszeitung de Volkskrant, die auf eine sehr bewegte Geschichte zurückblickt. Früher katholisch konservatives Tagesblatt ist die Zeitung heute das Sprachrohr junger, progressiver Niederländer. Bereits seit 2005 können Leser (wie die Vrienden van Dresden) dort ihre Blogs veröffentlichen! Ob der Sächsische Zeitung mehr Onlinekompetenz nachgesagt würde, wenn z.B. Stadtteilblogs, Presseclubblog oder ähnliches dort angegliedert wären? Müßig drüber nachzudenken…

Ich frage mich gerade, ob ich wohl den Kultur Aktiv eV davon überzeugen kann, daß auch und gerade solch eine “virtuelle Gemeinde” einen tollen Partner zur BRN abgeben würde im Rahmen des geplanten Projekts zur BRN 2010? Dann könnte man die Vrienden van Dresden einladen, bei uns im BRN MUSEUM eine kleine Botschaft zu errichten und interessierten Besuchern etwas über Nijmegen zu erzählen und gleichzeitig etwas über Dresden zu lernen!

Warten wir doch mal, ob sich hier nicht eine gute kameraadschap entwickelt……

PS: Gerade kam noch eine Antwort auf meine E-Mail Rückfragen:

Wir sind eine kleine Truppe Personen verschiedener Provenienz. Unser Blog ist relativ neu und steht noch in den Kinderschuhen. Es ist nicht einfach die richtigen Leute zu finden, die beitragen können und wollen.

Wir wollen wirklich hauptsächlich das ‘andere Dresden’ zeigen, wenn wir auch die Highlights nicht auslassen können, damit wir auch gelesen werden.

Vielleicht kennen Sie diese(n) oder jene(n), der/die bereit wäre in kurzen Beiträgen seine/ihre Ansichten zu Ereignissen in Dresden zu formulieren, ohne Geschrei.

Die BRN ist uns natürlich ein Begriff. Wir lassen uns gerne einladen, aber für dieses Jahr ist das nicht mehr drin.

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