Offizielle Facebookseite der Stadt Dresden jetzt am Start! Noch gibt es viel zu verbessern!

Allgemeines — Schlagwörter: , , , — Sebastian @ 3 Dezember 2010

Ich hatte es ja neulich schon vermutet und Peter hatte es bereits wenig später bestätigt: Dresden hat sich tatsächlich aufgemacht ins Web2.0 und eine bereits bestehende inoffizielle Facebookseite übernommen. Ob friedlich, gut bezahlt oder per feindlicher Übernahme wie in Innsbruck ist derzeit nicht bekannt, aber gehen wir mal davon aus, dass der bisherige Betreiber im Grunde kein Problem damit haben dürfte. Er (oder sie) hatte ja selbst nie etwas geschrieben, das hatten nur die User getan. Das aber sehr aktiv. Dies ist derzeit leider gar nicht mehr möglich.

Gestern nun also die erste Statusmeldung. Leider weder eine Begrüßung, noch eine Erklärung,  sondern lediglich eine Meldung, die man unter der Rubrik “Routine” einordnen darf.
Ich finde es sehr bedauerlich, dass über 25.000 Fans nicht offiziell darüber informiert werden, dass es einen Wechsel des Fanseitenbetreibers gegeben hat. Aber vielleicht kommt da ja noch was? Ich meine, wenn ich in einem Forum eines Fußball-Fanclubs angemeldet bin oder Mitglied einer Auto-Fancommunity, dann möchte ich doch schon gerne wissen, wenn der FC St. Pauli oder Porsche diese Community übernommen hat, oder?

“Weihnachten in Dresden ist mehr als der berühmte Striezelmarkt. Historisch, handwerklich geprägt, für Feinschmecker, groß oder klein – in Dresden wird wohl fast jeder fündig. Was meint ihr? Welches ist Euer
Favorit unter den Dresdner Weihnachtsmärkten?”

lautete die erste Nachricht. Ich hoffe mal, dass sich dieser vor allem von Medien wie dem Spiegel getriebene Mechanismus nicht durchsetzt, einfach jeden Tag eine Frage zu stellen. Facebook ist kein Marktforschungsinstitut. Ich find das ganz, ganz schlimm, was insbesondere Print-Medien sich derzeit auf Facebook erlauben. Von Dialog, Kritikfähigkeit und Partizipation keine Spur. Stattdessen ein tägliches “Was denkt ihr?”, dessen Antworten dann aber nicht moderiert werden und auf die auch nicht reagiert wird. Offenbar genügt es Spiegel, Welt & Co., wenn auf ihren Plattformen immer die selben Leute sich und ihre Lieblingsfeinde (wahlweise Ökos, Nazis, Ausländer, Amerikaner oder Jugendliche) angreifen können.

However! Der Start war also etwas holprig, aber das muss nun wahrlich nichts heißen! Das ist fast immer so. Ich traue dem Marco eindeutig zu, dort eine sympathische, offene, verbindliche Atmosphäre zu schaffen! Und ich kann mir auch gut vorstellen, wie sorgenvoll einge Stadtoberen derzeit den Facebookstart verfolgen (wahrscheinlich eher nicht verfolgen, aber sich trotzdem Sorgen machen), so daß man sich auf eine durchaus längere Eingewöhnungsphase mit unverbindlichen und harmlosen Themen (und Fragen) einstellen sollte.

Wirklich unglücklich finde ich die Tatsache, dass man die Funktion abgestellt hat, als User Kommentare an die Pinnwand zu posten. Das ist nun wirklich absoluter Mumpitz und hat mit “Social” Media gar nichts zu tun! ich hoffe, es liegt nur daran, dass noch keine Richtlinie geschrieben und veröffentlicht wurde?

Die große Frage ist außerdem: Wie kriegt man all das Gesagte jetzt in die Rathäuser und Ämter? Einen Kommentar-Stream als Wall bietet Facebook ja leider nicht an. Es wäre doch genial, wenn man in allen Foyers und Wartezimmern auf Monitoren verfolgen könnte, worüber derzeit diskutiert wird und wie.

Was denkt Ihr dazu? :-))

Urheberrechtsklagen wegen Comic-Aktion auf Facebook? Pure Panikmache von Spaßbremsen

Allgemeines — Schlagwörter: , , , — Sebastian @ 18 November 2010

Seit einigen Tagen wechseln Hundertausende Facebook-User ihr Profilbild gegen das Bild eines Comichelden ihrer Kindheit. Eine wahrlich sehr bunte Meme. Ausgedacht haben sich die Aktion wohl zwei Portugiesen. Natürlich kommen direkt wieder einige Miesmacher um die Ecke und wollen wissen, dass die ersten Urhebrrechts-Klagen bereits vorbereitet wären. Ich halte das für Unsinn. Kein Verlag wäre so blöd, sein Image so zu versauen, ohne was davon zu haben. Im Grunde dürfte der Branchenverband der Comicverlage (wenns einen gibt) gerade eher alle Tänze gleichzeitig aufführen vor Freude über die kostenlose PR.

Außerdem geht es um ein gewaltiges, multimediales Gesamtkunstwerk in Form einer Collage, in der das Einzelblid verblasst. Die “Bearbeitung” könnte daher sogar frei sein.

Klar werden diverse Rechte tangiert. Ist es eine private Kopie oder öffentliche Wiedergabe, wenn ich ein urheberechtlich geschütztes Werk als Profilbild benutze? Deutlicher ist der Verstoss gegen die AGB von Facebook. Aber weder die Verlage noch Facebook hätten was von einer Klage. Die einzigen, die derzeit versuchen, Kapital zu schlagen sind diverse Piraten-Patei-Vertreter, die so tun, als hätte es bereits die ersten Anklagen gegeben.

Im Grunde sind sich da auch die meisten einig. Sie auch hier oder hier.

Man kann nun von der Aktion selbst halten was man will: Sie kindisch finden, affig gar – aber ich mag sie. Endlich mal eine positive Meme, die gleichzeitig unzählige Kindheitserinnerungen weckt.

Ich bin übrigens Haddock!

Wie kannst du Wien sein, wenn ich Wien bin? Facebook und falsche Fanseiten.

Allgemeines — Schlagwörter: , , , , — Sebastian @ 3 November 2010

Die Stadt Dresden hat ja angeblich* (!!!) auch schon mal unter der Hand angekündigt, eventuell mit einer Klage gegen die irreführende Nutzung der “Marke Dresden” auf Facebook zu reagieren, wenn man denn irgendwann (2015 oder 2039) auch auf Facebook aktiv werde. Das war damals, als der Streit entbrandete, inwieweit Dresden den Sprung ins Web2.0 Zeitalter verschlafen habe oder nicht (was für eine rhetorische Frage).

Michel Walther von Azionare hat mich heute auf einen Beitrag auf Facebookmarketing.de aufmerksam gemacht, wo ein vermeintlicher “Skandal” im südlichen Nachbarland beschrieben wird. Die dort von Fans betriebenen Fanseiten “Innsbruck” und “Wien” wurden plötzlich von Facebook auf offizielle Seiten umgeleitet und die vorherigen inoffiziellen Seiten gelöscht.

Sehr spannend, denn offizielle vertreter azs Wien und Innsbruck bestreiten, die Seiten bei “Facebook” eingeklagt zu haben. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht.

Die von mir im oben verlinkten Beitrag “Oberbürgermeister2.0″ genannte Fanseite Dresden hat jedenfalls mittlerweile ihre Fanzahl verdoppelt auf über 20.000! Ob es sie noch lange geben wird? Wir wird Dresden 2016 entscheiden? Mitstreiter löschen lassen oder auf diese im Vorfeld zugehen?

PS: Vorschlag an Facebook:

Warum löschen? Könntet ihr die Fanseite nicht in eine Gruppe umwandeln? Das sollte doch erlaubt sein, eine Gruppe “Dresden” oder “Innsbruck” zu betreiben, oder nicht?

PPS (Nachtrag):

Wie mir übrigens erst jetzt auffällt, scheint ja bereits was passiert zu sein.

Die Pinnwand der Facebookseite “Dresden” ist komplett geleert. Pinnwandbeiträge schreiben kann man derzeit nicht. Dafür aber gibt es neuerdings einen Reiter “Kampagne”.

Dieses Screrenshot zeigt, dass das im April 2010 noch anders aussah:

fb_dresden

fbseite_dresden_april_2010

Sollte Dresden etwa…..Ich glaub es ja eher nicht.

*Nein, den Urheber dieses Gerüchts nenne ich nicht, aber ich meine mich zu erinnern, dass dergleichen mal im Presseclub zur Sprache kam?!?

Notiz an mich: Denk an Kneipendiskussion “Was kommt nach Facebook?”

Allgemeines — Schlagwörter: , , , — Sebastian @ 29 September 2010

Meine aktuelle* Prognose für die mittelfristige Entwicklung von Social Media Plattformen als Antwort auf die Frage, ob Facebook alle anderen “platt machen” würde:

- es wird neue starke plattformen neben facebook geben, mit deren individuellen eigenmarken man sich stärker identifizieren kann
- diese werden aber nicht in sich geschlossen bleiben sondern den austausch untereinander erlauben, die frage ist nur, wo ich meine “stammdaten” hinterlege
- unternehmen müssen entscheiden, welchen plattformen sie sich öffnen, damit der kunde ohne anmeldeprozedere und ohne öffnen einer e-mail etc. kontakt aufnehmen, bestellen und bewerten kann
- die suche wird immer mehr in den plattformen erfolgen als über einen externen dienstleister – dieser wird eher im hintergrund stehen
- das plattformadvertising wird – durch die klareren lifestyleparameter innerhalb einer gruppe – ein extrem wichtiger baustein werden
- marken müssen sich nicht auf facebook einschießen sondern darauf, dass man sich noch deutlicher positionieren werden muss als bisher

Der Hintergrund:
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So gut funktioniert Social Media Monitoring. Nicht

Allgemeines — Schlagwörter: , , , , , — Sebastian @ 19 September 2010

Social Media Monitoring-Werkzeuge sollen Unternehmen die Möglichkeit geben, zu erfahren, was über sie, ihre Produkte und ihre Branche in Netzwerken wie Twitter, Facebook, YouTube oder XING sowie in Blogs und im Idealfall in diversen Nutzerforen gesagt wird. Unternehmen legen dabei relevante Keywords fest, finden tagesaktuell entsprechende Postings und Statistiken, die optimalerweise auch sensitive Aussagen treffen (positiv, negativ). Im besten Falle kann das Unternehmen auch direkt auf entsprechende Kommentare reagieren (sprich: antworten).

Das Magazin t3n hat im Juni diesen Jahres eine wunderbare Übersicht dazu publiziert, die ich jedem nur empfehlen kann.

Im Vorfeld und während der Online-Marketing Fachmesse dmexco habe ich einen kleinen Selbstversuch gestartet. Immerhin hatten sich dort ja 73 Unternehmen als Aussteller für den Bereich “Social Marketing” listen lassen.

Ich habe also einen Tweet abgesetzt mit folgendem Wortlaut:

Ich will mich heute gern über Social Media #Monitoring Werkzeuge auf der #dmexco informieren. Empfehlungen? Einladungen? Danke

Meine Gedanken:

1. Alle Aussteller – erst recht die, die Social Media Services anbieten – werden ja wohl die Tweets mit dem Hashtag #dmexco verfolgen. Schließlich will man ja wissen, was über die Messe gesagt wird, auf der man gerade seine Produkte verkauft. Könnte ja z.B. einer erwähnen, wie lecker der Kaffee bei webtrekk ist. Oder dass das Seminar von Madvertise zum Appstore-Ranking zwar einige wertvolle Anregungen gegeben hat, aber am Ende doch etwas zu sehr Präsentation der Ford-App und vom KatAPPult (dazu später mal mehr, das ist schon ein sehr starkes Instrument) war.

2. Das Keyword #Monitoring hat jeder Anbieter entsprechender Dienste als Suche bei Twitter gespeichert – über (s)ein eigenes Werkzeug (siehe oben) oder wenigstens über die Standardsuche http://twitter.com/#search?q=%23dmexco

3. Wie kann man seine Monitoring-Services besser präsentieren als durch einen per Twitterdialog gewonnen Messe-Kontakt?

Was schätzt ihr, wie viele Antworten ich erhalten habe?
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TIPP: stARTmuseum10 in Duisburg

Allgemeines — Schlagwörter: , , , , , — Sebastian @ 6 September 2010

Gerade wurde ich im Kulturmanagement Blog noch einmal an die stARTmuseum erinnert, der “führenden web2.0 Konferenz für Kunst und Kultur”.

Das Programm der stARTconference 2010 am 9.-10.09.2010 und der stARTmuseum10 am 8.09.2010 findet ihr hier.

Nachdem meine flapsige Kritik am Facebook-Auftritt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vor Kurzem ja völlig unerwartet die eine oder andere sanfte Welle schlug, würde ich mich ja ehrlich gesagt zu gerne auf den Weg nach Duisburg machen, um der Konferenz beizuwohnen, leider fehlt schlichtweg die Zeit.

Übrigens: Das Zentrum der Künste Hellerau hat seit Kurzem eine neue Facebookseite. Auch die Theaterruine St Pauli hat nachgezogen. Das gefällt mir!

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