Nackte Haut und Fußball mal anders….

Allgemeines — Schlagwörter: , , , — Sebastian @ 13 Januar 2011

Mal wieder Fußball und nackte Haut. Aber erstens geht es hier um Männerfußball und zweitens war im Vergleich zu den Dresdner Frauen WM Entwürfen dieses Mal wirklich jemand am Werk, der Gestaltung ernst nimmt!

Wie findet ihr dieses Plakat für das Länderspiel Frankreich : Brasilien am 11.02.2011?

Nachbericht zum ersten Workshop zur Kreativwirtschaft in Dresden

Unter dem etwas sperrigen Titel “Herausforderungen und Förderbedarfe der Kultur- und Kreativwirtschaft in Dresden” fand am gestrigen Montag (27.9.2010) der erste von drei Workshops statt, die Vertreter der Stadt Dresden mit Aktivisten der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft angesetzt haben. Ziel ist das Erlangen eines Überblicks über den Soll/Ist – Zustand im Hinblick auf Wirtschaftsförderungspotentiale.

Vorangegangen war eine Feldforschung der Prognos AG (, von deren sieben Standorten übrigens nur der Berliner zum Osten gezählt werden darf), um statistische Ist-Daten und gefühlte Bedarfe Dresdens festzuhalten.

Zu den Geladenen gehörten Vertreter aus Bildender Kunst und Musik ebenso wie Werbeagenturen, Softwareschmieden oder Medienhäuser.
Durch meinen Job (Agentur) und mein eher privates Engagement im Bereich der Lobbyarbeit für die Musikwirtschaft war ich sozusagen gleich als Vertreter von zwei Sparten anwesend. Als solcher weiß ich aber auch bereits seit Jahren, was im Workshop noch mehrfach diskutiert werden musste: Die Bedarfe einzelner Akteure innerhalb der gesamten Kultur- und Kreativwirtschaft sind so unterschiedlich, dass ein Förderprogramm für einzelne Unternehmen nahezu unmöglich (und am Ende auch überflüssig) ist.

Kunstvertreter erwarten bessere Chancen zur Förderung oder Vorfinanzierung ihrer Kataloge, während Agenturen schwer damit zu kämpfen haben, dass Dresden nur eine Standortregion ist. Die Zentralen und Marketingverantwortlichen der großen Konzerne sitzen aber im Westen und vergeben auch ihre Aufträge logischerweise dort. Werbeagenturen brauchen (ähnlich wie Architekten) keine finanzielle Förderung, sondern finanziell gut ausgestattete Kundenpotentiale.

Musiker brauchen dringend Unterstützung im Bereich Reisekosten, Vermarktung und Produktion, während Softwareschmieden vor allem auf einen entscheidenden Imagewandel vom Museumsdorf Dresden zum Kreativzentrum hoffen, um einem Fachkräftemangel vorzubeugen. Dafür war sicher kein Workshop und keine Erhebung nötig.

Was ist nun also speziell an Dresden?

Zum einen ist natürlich die Aufteilung der einzelnen Sparten in den Städten immer unterschiedlich. Es gibt Verlagshochburgen, Musikhochburgen und Filmhochburgen. Auffällig – aber vorhersehbar – ist zum Beispiel, wie schlecht die Stadt in Sachen Popmusik und Film dasteht. Überraschend dagegen war für mich, wie gut es offenbar den Architekten geht! Ich habe da gerade Horrorgeschichten einer befreundete Architektin aus Hamburg gehört, die deutschlandweit Häuser baut. Sie erzählte, dass das Dresdner Bauamt das erste sei, welches sie fast zum Aufgeben gezwungen habe – aus purem Frust und purer Schikane.

Wie auch immer. Das alles sind ja eher Kleinigkeiten.

Wirklich speziell an Dresden sind – so denke ich – zwei Dinge:
(weiterlesen …)

TIPP: stARTmuseum10 in Duisburg

Allgemeines — Schlagwörter: , , , , , — Sebastian @ 6 September 2010

Gerade wurde ich im Kulturmanagement Blog noch einmal an die stARTmuseum erinnert, der “führenden web2.0 Konferenz für Kunst und Kultur”.

Das Programm der stARTconference 2010 am 9.-10.09.2010 und der stARTmuseum10 am 8.09.2010 findet ihr hier.

Nachdem meine flapsige Kritik am Facebook-Auftritt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vor Kurzem ja völlig unerwartet die eine oder andere sanfte Welle schlug, würde ich mich ja ehrlich gesagt zu gerne auf den Weg nach Duisburg machen, um der Konferenz beizuwohnen, leider fehlt schlichtweg die Zeit.

Übrigens: Das Zentrum der Künste Hellerau hat seit Kurzem eine neue Facebookseite. Auch die Theaterruine St Pauli hat nachgezogen. Das gefällt mir!

Während in VillaDresda die Menschen noch mit Streetview kämpfen, wird in VillaIsland schon im Internet getanzt

Allgemeines — Schlagwörter: , , , , , — Sebastian @ 24 August 2010

Hier im Blog geht´s ja ab und zu auch um Tourismuswerbung und Stadtmarketing (für Dresden). Vor Kurzem hat mich ein Firstclass Guerilla auf das unten stehende Video aus der eh sensationellen Kampagne Inspired by Iceland hingewiesen und ich bin einfach nur hin und weg und hin will ich da. Sofort.

Inspired by Iceland Video from Inspired By Iceland on Vimeo.

Über die Kampagne

Am 04. Juni waren Einwohner, Außenwirtschaftsrat, Tourismusverband und verschiedene Reiseunternehmen wie Icelandair eine Stunde lang online gegangen, um die neue Kampagne „Inspired By Iceland“ zu unterstützen. Während dieser Veranstaltung, die von der isländischen Regierung initiiert wurde, verschickten die Isländer Nachrichten an Freunde in der ganzen Welt, um zu erzählen, was sie an ihrem Land lieben, warum man Island besuchen sollte, wie die aktuelle Lage vor Ort wirklich aussieht und wie auch andere „Von Island inspiriert“ werden können.
(weiterlesen …)

Dialog mit Ralf Lippold über meine Kritik am Facebookprofil der Staatlichen Kunstsammlungen

Allgemeines — Schlagwörter: , , , , , — Sebastian @ 17 August 2010

Meinen gestrigen Beitrag zum Thema “Unternehmensseite vs Privatprofil” ausgerechnet im Kunstumfeld anzusiedeln und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden als Musterbuhmann anzuführen, hat nicht nur für Begeisterung gesorgt. Vielleicht hätte ich eine andere Branche wählen sollen? Aber hätte ich dann heute abend ein Treffen mit einem bekannten Dresdner Kulturhaus, welches sofort Beratungsbedarf angemeldet hat? Hätte es so viel Diskussionen auf Facebook gegeben, wenn ich ein Beispiel aus der Welt des Einzelhandels oder einen DJ genommen hätte? Hätte ich von weiteren Kulturstätten dankende Nachrichten bekommen? Nein! Und einer ist eben immer der Ar****. In diesem Fall traf es die Staatlichen Kunstsamlungen und der Dresdner Entrepreneur und Chancen Wandler Ralf Lippold begin_of_the_skype_highlighting     end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting     end_of_the_skype_highlighting war damit nicht 100% glücklich und ließ dies auch in einer Statusmeldung auf Facebook durchblicken. Ich freue mich, dass er einverstanden war, unseren dort enstandenen Dialog auch hier zu veröffentlichen und möchte Euch gerne einladen, an diesem teilzunehmen.

Es ging mir ganz bestimmt nicht darum, jemanden persönlich zu kränken. Aber wie Ralf selbt mehrfach betont, die SKD ist nicht erst seit gestern dabei im Social Web! Und somit ist es nicht so, dass sie nicht weiß, wie schroff und direkt es dort zugehen kann. In jedem Fall ist all meine Kritik konstruktiv gemeint, denn ich hoffe sehr, dass es vielleicht bald eine grandiose Facebookseite der SKD gibt, auf der sich Hunderte Fotos finden zum Kommentieren und Austauschen und Verteilen. Auf der Diskussionen unter Fachleuten und Neugierigen stattfinden! Wo Sammler und Kukturinteressierte aus aller Welt zusammen kommen, um über Kunstwerke, Kunstwerte, Ästhetik und Ausstellungen zu sprechen. Wo interessante Beiträge verlinkt werden und Tickets verkauft und (siehe Ursrung des Desasters) auch getauscht (!!) werden können…..

RALF: First-Mover haben es immer etwas schwerer, deswegen heißen sie auch: MUTIGE!

Danke an die Mannschaft der Staatliche Kunstsammlungen Dresden, die einen mutigen ersten Schritt in das Web 2.0 und Facebook gewagt haben. Angesichts der noch allgemein sehr zögerlichen Nutzung von Twitter (es wird von deutschlandweit 200.000 N…utzern gesprochen) und Facebook (hier sind es einige mehr) in Deutschland, sind nur wenige öffentliche Institutionen so mutig.
(weiterlesen …)

Social Media für Kunst ist eben auch eine Kunst

Allgemeines — Schlagwörter: , , , , , — Sebastian @ 15 August 2010

Den Satz “Social Media ist auch eine Kunst” habe ich vor Kurzem ja bereits per Twitter und Facebook in die Welt posaunt. Ich war einfach wirklich überrascht, innerhalb kürzester Zeit sowohl vom Ornö als auch von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bei Facebook Freundesanfragen von Privatprofilen zu bekommen.

Ich finde es wirklich eher erschreckend als “niedlich” (ein Bekannter), wenn solch etablierte und finanziell durchaus gut ausgestattete Einrichtungen wie die SKD so völlig unvorbereitet ans Werk gehen, dass eher ein Imageverlust risikiert wird, als der anvisierte Imagegewinn erreicht; Vor allem international, denn in Facebook erfahreneren Ländern wie den USA stößt das sicher noch bitterer auf als hier.

Privatprofile sind für Privatpersonen! Und ich kenne keinen Herrn oder Frau “Staatliche Kunstsammlungen Dresden”.

Die Unterschiede zwischen Privatprofilen und Fanseiten sind mehr als sinnvoll! Darum sollte man sie auch entsprechend nutzen!

Der große Unterschied – vor allem für die Masse derer, die sich Thomas` großartigen Facebook-Leitfaden noch nicht durchgelesen haben – zwischen einem Unternehmensprofil und einem Privatprofil besteht darin, dass Privatpersonen, die ich als “Freund” hinzufüge, standardmäßig auch meine Statusmeldungen lesen, verfolgen und kommentieren können. Und es geht die SKD nun wahrlich nichts an, was ich gerade tue, wenn ich mich nicht mit Kunst auseinandersetze.

Ich möchte sehr gerne die Möglichkeit haben, ihren Mitteilungen auf einer Facebookseite zu folgen, informiert zu werden und mit anderen Besuchern der Seite in den Dialog zu treten. Ich möchte wirklich gerne wissen, ob und wenn ja was ausländische Besucher über die Ausstellungen denken und denke, dass sich dort auch ein wirklich spannender Crowdsourcing-Pool zu Themen entwickeln könnte, die mich brennend interessieren, wie etwa die Vermarktung Dresdens. Die Entscheidung pro Facebook war also absolut richtig! Bedenke: Hygienemuseum oder Zoo sind dort gar nicht vertreten, obwohl es so nahe liegt! Aber: All das aber möchte ich bitte über eine Unternehmensseite tun, denn es gibt weitere gute Gründe, warum Unternehmen und Institutionen wie die SKD nicht mit einem Privatprofil arbeiten sollten.

Zum Beispiel den, dass es laut Facebookrichtlinien gar nicht erlaubt ist! Und das ist für mich eines der wesentlichen Erfolgsargumente für Facebook. Denn nur über ein Privatprofil kann man von sich aus andere Kontakte “adden” und wenn das jedes Unternehmen machen würde, dann hätte ich jeden Tag garantiert 100 Freundesanfragen von Bands, Fitnesstudios und Autoren diverser E-Books. Genau DAS geht aber eben bei Facebok nicht und genau das macht es so viel angenehmer als myspace.

Für die SKD dürfte es zudem relevant sein, dass ein privates Profil nur 5.000 Freunde hinzufügen darf. Und dann ist zick mit dem Kontaktausbau. Vor dem Problem steht zum Beispiel die Musikexpress Redaktion gerade mit 4.981 Freunden. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass die SKD irgendwann auch an diese Grenze kommen kann. Und es ist trotz aller ugestandenen Anfangsfehler etwas peinlich, wenn man plötzlich nach zwei Jahren nochmal von vorne anfangen muss. Zumindest Social Media Korinthenkacker wie meiner einer werden darüber bestimmt irgendwann mal in ihrem Blog berichten. Naja! Oder auch nicht. Dem Musikexpress hab ich (zumindest geschmacklich) schon ganz andere Dinge verziehen :-)

Auch das Facebook-Fanwidget, eines der wichtigsten Tools zur Verknüpfung von Website und Facebookprofil, kann man für Privatprofile nicht generieren. Von Statistiken und Suchanfragen über Facebook mal abgesehen.

Dialog: Sowieso völlig überbewertet?

Anstupsen ja, Nachricht schreiben nein - das Facebookprofil der SKD

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben zudem das Kernziel von Social Media – die Einladung zum Dialog – leider weiterhin auch auf ihre ganz eigene künstlerische Art und Weise interpretiert (oder auch hier verschlafen, den einen oder anderen Leitfaden zu lesen?)
(weiterlesen …)

IG Kraftwerk Mitte träumt von kreativem Zentrum im Zentrum

schnickschnack — Schlagwörter: , , , , , — Sebastian @ 6 August 2010

Gut, dass es Blogger gibt!

Denn ohne funktionierenden Flurfunk imhttp://konzeptspeicher.de/wp-admin/post.php?action=edit&post=710&message=1 Netz würden wir wahrscheinlich nur in der Kneipe übertragende Gerüchte über Hintergründe zur IG Kraftwerk Mitte kennen und wüste Geschichten machten ihre Runde durch die Dresdner Thekenlandschaft.

“Die wollen da kostenlose Galerien”, “Da soll sowas mit Medien und Kultur hin” und solche Sätze flögen durch die Luft. Und beleidigte Leberwürste würden sich ausgeschlossen fühlen, da sie nicht von Beginn an eingeladen waren und …. ach war das manchmal ätzend früher… Wirklich , alles war bestimmt nicht besser!

So aber beliefert uns Peter mit Fakten und sogar einem Videointerview und überhaupt kann jetzt jeder seine Gedanken zu der Idee öffentlich beitragen.

Das will ich auch tun, auch wenn ich (aus Zeitgründen) hier an dieser Stelle mal nur ein, zwei kleine Dinge loswerden kann.

Kurze Statements

Ich stehe zu 100% hinter der Idee, das Kraftwerk Mitte auch als Zentrum für mittelständische Unternehmen aus der Kreativwirtschaft zu nutzen und sehe darin die einmalige Chance, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Nämlich zum einen eine räumliche Vernetzung der Kreativbranche (durch Ansiedlung und Konferenzräume) und (vor allem) die Aufwertung der Innenstadt!

Ich ware gerade auf meiner Dänemarkreise auch in Odense und habe dort ein Beispiel für eine sehr gelungene Umsetzung gesehen! Die “Brandts Kunsthallen” sind aus einer ehemaligen Textilfabrik (Brandts) im Zentrum entstanden und beherbergen Museen, Galerien, Büros, Kino, Shops, Gastronomie usw. und haben die Innenstadt laut Aussagen Beteiligter enorm aufgewertet. Mir hat die Athmosphäre dort unheimich gut gefallen. Man konnte eine lebendige, kreative Bewegung in der Luft spüren.

brandts_by_Simon Popma

brandts_by_Simon Popma

Vor ca. zwei Jahren habe ich ja selber mal im Zusammenhang mit den Plänen für das Kraftwerk Mitte (und auch dem Rundkino) viel Ärger, aber auch viel Zustimmung erfahren für das Antasten heiliger Kühe.. Mein Gedanke damals: Holt den Beatpol (Starclub) ins Zentrum. Der aktuelle Standort am Rande der Stadt wertet das umliegende Wohnviertel in meinen Augen nicht auf sondern eher ab (es handelt sich ja um einen Rockclub, kein Kultur- oder Stadtteilzentrum) und von der Lage profitieren ausschließlich Bautzner und Chemnitzer, die auf der A4 zum Konzert kommen und in der Regel direkt im Anschluss auch wieder fahren (Gegenwert für die Stadt Dresden also Null).

Ich dagegen – wahrlich kein Verächter guter Livekost – habe dagegen bestimmt bereits 25 Konzerte nur deshalb nicht gesehen, weil ich gerade kein Auto hatte und keine Lust, mit der Bahn ans Ende der Stadt zu fahren (Ich bin mit dem Regionalexpress ab Neustadt genauso schnell in Bautzen wir mit der DVB am Beatpol)

Auch hier würde die Stadt unwahrscheinlich progitieren. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Club mehr Zulauf hätte und somit noch (!) bessere Acts nach Dresden holen könnte. Auswärtige würden vor dem Konzert noch in die Stadt fahren zum Flanieren, Essen, Shoppen. Junge Dresdner würden nach dem Konzert noch auf ein Bierchen in der ansonsten ziemlich toten Innenstadt bleiben. Die Innenstadt würde noch interessanter für (Szene)Touristen und die Neustadt so auch weniger überlaufen an Wochenenden.

Ich bin jedenfalls mal sehr gespannt, wie es weitergeht und werde das Projekt sehr interessiert und wohlwollend verfolgen!

Wer ist eigentlich dieser Freddy Fischer?

Allgemeines — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , — Sebastian @ 29 Juli 2010

Na der hier

Freddy Fischer & his Cosmic Rocktime Band EPK from Gregor Samsa on Vimeo.

Gebt ihm Eure Liebe!

Lesetipp: Die Kulturpolitik hier ist ein Desaster

Allgemeines — Schlagwörter: , , , — Sebastian @ 24 Juni 2010

Da ich gerade wirklich so gut wie keine Zeit habe, eigene Gedanken zu verfassen zum Thema Kulturpolitik in Dresden, Errichtungen von “Komptenzzentren für Kultur- und Kreativwirtschaft”, bei denen eine (!) Stelle im kompletten Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) Kreative beraten soll, will ich wenigstens den einen oder anderen Lesetipp hier veröffentlichen!

Das ist nichts, das ist alles verwaltetes, totes Geld. Wenn man sich die Kulturpolitik hier ansieht, ist das ein Desaster. Zusammen mit steigenden Mieten, einer mangelnden Sensibilität der kulturell Verantwortlichen und den üblichen Inkompetenzen wird klar: Berlin ist einfach interessanter.

sagt zum Beispiel Daniel Richter in einem Interview mit dem Abendblatt. Natürlich geht es nicht um Dresden sondern die andere Stadt an der Elbe! Aber: Den Satz könnte man hier ja bei Gelegenheit zitieren, oder?

Stadtfest Relaunch ohne 2.0

“Das Stadtfest soll stilvoller werden” schreibt die Sächische Zeitung heute und gibt Einblicke in die neuen Pläne der Dresden Marketing GmbH.

Leider beschränken sich die Neuerungen nur auf eine Beteiligung der Semperoper, der Staatlichen Kunstsammlungen und der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Wirklich innovative Projekte sind also kaum zu erwarten und eine Interaktion Stadt:Bürger findet ebenfalls nicht statt. Also kein Stadtfest2.0, dem die Bürger ihr Fest selber mitgestalten sondern ein etwas aufgepepptes Massenevent.

Eine Ausschreibung für einmalige geförderte Projekte (Installationen, Bühnen, Theater, Srassenkunst..) von Agenturen Künstlern, Initiativen, Vereinen (ähnlich wie beim Kirchentag) würde dem Stadtfest sicher mehr Stil geben.

Ich stelle mir das so vor, daß zum Beispiel die 50.000 Euro, die von der Stadt kommen auf fünf Projekte (z.B. Musik, Strassentheater, Kunst) verteilt werden und JEDER sich um diese Projektförderung bewerben kann. Mit 10.000 Euro als Basis kann man schon einiges machen, wenn es möglich ist, durch gleichzeitiges Betreiben eines Getränkestands EInnahmen zu erzielen. Auf diese Art und Weise würde vielleicht mal ein Techno-Event aus der Szene selbst inszeniert werden können, Lichtinstallationen oder ähnliches. Alles, nur kein Feuerwerk!

Aber immerhin schein ein Anfang gemacht für einen stetigen (und dringend notwendigen) Verbesserungsprozess.

Ich habe ja hier, bei banq.de und auf XING schon häufiger versucht, Anregungen zu sammeln und auch mal einen kleine Beitrag zum Thema gepostet. Elemente daraus können wir gemeinsam sicher optimieren, wenn Interesse besteht, allerdings sollten wir uns darauf beschränken, immer genau das Gegenteil zu beschreiben von dem, was wir erreichen wollen.

Eine der Forderungen, die ich am häufigsten gehört habe war “weniger Feuerwerke”! Lesen tu ich aber “Ein Höhepunkt wird das 12. Dampfschifffest werden. Flotten-Chef Sebastian Meyer-Stork verspricht dabei für den Sonnabend gegen 22.30Uhr ein beeindruckendes Feuerwerk.

Außerdem kam der Wunsch, am Stadtfest (z.B. im Wechselmodus) mehr Stadtteile (am Rande der Stadt) einzubeziehen. Lesen tu ich aber “In diesem Jahr gibt es 13 Stadtfest-Areale, etwas weniger als in den Jahren zuvor“.

Also, liebe Veranwortlichen, ich wünsche mir auf der Hauptbühne Wolfgang Petry und Michael Hirte, den Mann mit der Mundharmonika!

(c) 2014 konzeptspeicher | powered by WordPress with Barecity